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Eine beleuchtete Preistafel einer Tankstelle bei Nacht mit gut lesbaren Kraftstoffpreisen.

Benzin und Diesel: So lohnt sich der Preischeck am Freitag

Von der Beauty-in-Town-Redaktion | Stand: 28. August 2026**

Vor der Fahrt am letzten Augustwochenende zählt nicht allein die billigste angezeigte Tankstelle. Entscheidend ist, welche Station für Super E10, Super E5 oder Diesel entlang der tatsächlichen Route günstig liegt und ob der Preisvorteil den zusätzlichen Weg rechtfertigt. Da sich Kraftstoffpreise im Tagesverlauf verändern können, sollte die Auswahl am Freitagabend unmittelbar vor dem Tanken erneut geprüft werden.

Für eine schnelle Entscheidung helfen vier Schritte:

  • Nur Stationen an der geplanten Strecke oder nahe einer ohnehin vorgesehenen Ausfahrt vergleichen.
  • Bei allen Angeboten exakt dieselbe Kraftstoffsorte auswählen.
  • Preisunterschied mit der voraussichtlichen Tankmenge multiplizieren.
  • Umweg, Zeitaufwand und Fahrzeugkosten von der möglichen Ersparnis abziehen.

Drei Preischecks vor der Wochenendfahrt

Zuerst wird die tatsächliche Strecke in einer Preisvergleichs- oder Navigationsanwendung geöffnet. Eine Station, die nur wenige Kilometer vom Wohnort entfernt liegt, muss für die Fahrt in eine andere Richtung nicht sinnvoll sein. Praktischer ist ein Vergleich entlang der geplanten Route einschließlich ohnehin genutzter Ausfahrten und Zwischenstopps.

Danach sollten Autofahrer mehrere Stationen prüfen, statt sich auf das erste Angebot zu verlassen. Dabei ist der Zeitpunkt der Anzeige wichtig: Ein älterer Preis kann bis zur Ankunft bereits überholt sein. Der letzte Vergleich gehört deshalb möglichst nah an die Abfahrt beziehungsweise an den geplanten Tankstopp.

Der ADAC informiert über aktuelle Kraftstoffpreise und deren längerfristige Entwicklung. In seiner Tankstrategie beschreibt der Automobilclub außerdem wiederkehrende Preisbewegungen im Tagesverlauf und empfiehlt den Vergleich vor dem Tanken. Daraus lässt sich jedoch kein garantierter Tiefstpreis für eine bestimmte Station am Freitagabend ableiten.

Aus Cent pro Liter wird erst mit der Tankmenge eine Ersparnis

Ein Preisabstand wirkt auf der Anzeigetafel schnell groß oder klein. Aussagekräftig wird er erst zusammen mit der tatsächlich benötigten Kraftstoffmenge. Bei einer beispielhaften Tankmenge von 40 Litern ergibt sich folgende Bruttoersparnis:

Preisunterschied je Liter Ersparnis bei 40 Litern
2 Cent 0,80 Euro
5 Cent 2,00 Euro
10 Cent 4,00 Euro

Die Tabelle enthält reine Rechenbeispiele und keine aktuellen Marktpreise. Sie zeigt auch nicht, dass ein größerer Umweg automatisch wirtschaftlich wäre. Wer nur 20 Liter nachtankt, spart bei demselben Preisabstand halb so viel; bei 60 Litern steigt der Betrag entsprechend.

Die Rechnung lautet: Preisunterschied pro Liter mal geplante Tankmenge. Verglichen werden sollte der Gesamtbetrag, nicht nur die auffällige letzte Ziffer des Literpreises.

Benzin und Diesel: So lohnt sich der Preischeck am Freitag

Wann der Umweg den Preisvorteil auffrisst

Eine fünf Cent günstigere Station bringt bei 40 Litern zunächst zwei Euro Vorteil. Liegt sie jedoch acht zusätzliche Kilometer entfernt, verbraucht ein Auto mit sieben Litern je 100 Kilometer für Hin- und Rückweg rechnerisch 0,56 Liter Kraftstoff. Dessen aktueller Preis muss von den zwei Euro abgezogen werden.

Hinzu kommen Zeit und Verschleiß. Dafür muss niemand einen scheinbar exakten Centbetrag ansetzen: Als einfache Entscheidungsregel genügt, dass sämtliche Zusatzkosten unter der errechneten Bruttoersparnis bleiben müssen. Ein Tankstopp an einer ohnehin befahrenen Strecke ist deshalb meist leichter zu rechtfertigen als eine gezielte Nebenfahrt.

Autobahntankstellen sind häufig keine günstige Vergleichsbasis. Sinnvoller ist es, Stationen nahe einer regulären Ausfahrt einzubeziehen und vorher zu prüfen, wie lang der vollständige Abstecher tatsächlich wird. Eine niedrige Preisanzeige nützt wenig, wenn Rückweg, Verkehr oder Wartezeit den Vorteil aufzehren.

E5, E10 und Diesel strikt getrennt vergleichen

Super E10, Super E5 und Diesel sind eigenständige Produkte. Ein günstiger E10-Preis darf nicht mit einem E5-Angebot einer anderen Station oder mit Diesel verglichen werden. Vor jeder Rechnung sollten deshalb Kraftstoffsorte, Tankmenge und Fahrzeugeignung feststehen.

Wer E10 nutzen möchte, prüft zuvor, ob das Fahrzeug dafür freigegeben ist. Bestehen Zweifel, helfen Betriebsanleitung oder Herstellerangaben. Diesel gehört ausschließlich in dafür ausgelegte Fahrzeuge. Auch in einer Anwendung kann eine einmal gesetzte Filteroption später unbemerkt eine andere Sorte anzeigen; ein kurzer Blick auf die Bezeichnung verhindert einen falschen Vergleich.

Den Preis direkt vor dem Tanken nochmals öffnen

Die Auswahl vom Nachmittag ist keine verbindliche Zusage für den Abend. Kurz vor der Abfahrt sollte die bevorzugte Station deshalb mit ein oder zwei Alternativen entlang der Route erneut aufgerufen werden. An der Zapfsäule zählt schließlich der dort ausgewiesene Preis.

Die belastbare Entscheidung verbindet somit drei Werte: den aktuellen Literpreis derselben Kraftstoffsorte, die geplante Tankmenge und den vollständigen Zusatzweg. Erst diese Gesamtrechnung zeigt, ob der günstigere Preis auch die günstigere Fahrt bedeutet.

Quelle: ADAC

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