Der Wechsel zur Herbstgarderobe gelingt an einem Wochenende, wenn Kleidung zuerst sortiert, anschließend gepflegt und erst danach eingelagert wird. Saubere, vollständig trockene Textilien bleiben länger frisch, Wollpullover sind besser vor Motten geschützt und kleine Reparaturen verhindern, dass aus einem losen Knopf später ein untragbares Lieblingsstück wird.
Sortieren: Sommerkleidung prüfen und Herbstsachen auswählen
Leeren Sie zunächst ein Fach oder eine Kleiderstange vollständig. So sehen Sie, welche Stücke tatsächlich vorhanden sind und vermeiden, Sommerkleidung zwischen den Herbstsachen zu verstauen. Legen Sie drei Gruppen an: bleibt im Schrank, wird eingelagert und braucht Pflege oder Reparatur.
Bei jedem Kleidungsstück helfen drei Fragen:
- Habe ich es in der vergangenen Saison getragen?
- Ist es sauber, trocken und noch angenehm zu tragen?
- Passt es zu mindestens zwei Kombinationen für den Herbst?
Leichte Strickjacken, Übergangsjacken, Jeans und wetterfeste Schuhe bleiben griffbereit. Dünne Tops, Badebekleidung, Leinenkleider und reine Sommeraccessoires können in die Lagerung wechseln. Kleidungsstücke, die nicht mehr passen oder seit langer Zeit ungetragen bleiben, sollten Sie nicht automatisch für den nächsten Sommer aufbewahren.
Planen Sie eine eigene kleine Reparaturgruppe ein. Dazu gehören fehlende Knöpfe, offene Nähte, lose Säume, defekte Reißverschlüsse und Schuhe mit abgelösten Sohlen. Was innerhalb weniger Minuten erledigt ist, lässt sich sofort reparieren. Für Änderungen oder Schuhreparaturen ist der Herbstwechsel ein guter Zeitpunkt, weil die Teile noch nicht dringend gebraucht werden.
Pflegen: Wolle, Schuhe und empfindliche Textilien schonend behandeln
Vor dem Einlagern sollten Sommertextilien nach Pflegeetikett gewaschen oder gereinigt werden. Auch scheinbar saubere Kleidung kann Hautfett, Schweiß oder Essensreste enthalten. Diese Rückstände können während der Lagerung Gerüche annehmen und Motten anziehen.
Sortieren Sie die Wäsche nach Material und Farbe. Empfindliche Stoffe wie Seide, Viskose oder Leinen profitieren von einem passenden Schonprogramm und niedrigen Temperaturen. Überfüllen Sie die Maschine nicht, damit Waschmittel ausgespült wird und die Kleidung gleichmäßig trocknet. Kleidung darf erst verstaut werden, wenn sie vollständig trocken ist.

Wollpullover sollten Sie nicht unnötig häufig waschen. Lüften Sie sie zunächst im Freien oder an einem trockenen, schattigen Ort. Bei Flecken ist eine vorsichtige Behandlung nach Pflegeetikett sinnvoll. Muss Wolle gewaschen werden, eignen sich ein Wollprogramm, kaltes oder lauwarmes Wasser und ein spezielles Wollwaschmittel. Vermeiden Sie Reiben, Auswringen und starke Temperatursprünge, weil die Fasern sonst verfilzen können.
Legen Sie Strickwaren zum Trocknen flach auf ein Handtuch. Auf einem Bügel können sie sich verziehen. Erst wenn der Pullover trocken ist, kommt er gefaltet in den Schrank oder in eine Aufbewahrungsbox.
Motten vorbeugen
Motten bevorzugen ruhige, dunkle Bereiche und können sich besonders von tierischen Fasern wie Wolle, Kaschmir oder Seide angezogen fühlen. Eine wirksame Grundmaßnahme ist deshalb nicht ein intensiver Duft, sondern Sauberkeit, regelmäßiges Lüften und gelegentliches Kontrollieren dunkler Schrankbereiche.
- Schrankfächer vor dem Einräumen aussaugen und auswischen.
- Wollkleidung sauber und trocken lagern.
- Pullover regelmäßig umlegen oder kurz auslüften.
- Bei Gespinsten, Löchern oder Larvenverdacht die betroffenen Stücke getrennt behandeln.
Duftsäckchen mit Lavendel können angenehm riechen, ersetzen aber keine Reinigung und Kontrolle. Befallene Textilien sollten nach Material und Pflegehinweis behandelt werden; bei Unsicherheit hilft eine professionelle Reinigung.
Auch Schuhe brauchen vor der Pause Aufmerksamkeit. Entfernen Sie zunächst groben Schmutz, nehmen Sie die Einlegesohlen heraus und lassen Sie feuchte Schuhe langsam bei Raumtemperatur trocknen. Direkte Heizungswärme kann Leder austrocknen oder verformen. Leder lässt sich anschließend sparsam mit einem geeigneten Pflegemittel behandeln, während Textilschuhe meist eine materialgerechte Reinigung benötigen.
Lagern: Sommertextilien trocken, luftig und übersichtlich verstauen
Für die Lagerung eignen sich atmungsaktive Stoffhüllen oder saubere Boxen mit etwas Luftzirkulation. Sehr enge Kunststoffbeutel sind ungünstig, wenn Kleidung nicht absolut trocken ist. Sie können Feuchtigkeit einschließen und Gerüche begünstigen.

Falten Sie leichte Kleidung locker und legen Sie schwere Stücke nach unten. Empfindliche Blusen und Kleider sollten möglichst knitterarm hängen, sofern genügend Platz vorhanden ist. Wollpullover gehören gefaltet in ein Fach oder eine Box, nicht dauerhaft auf einen schmalen Bügel.
Beschriften Sie jede Box mit Inhalt und Saison. Eine einfache Übersicht wie „Leinen und Sommerkleider“ oder „Badebekleidung und Strandtücher“ spart beim nächsten Wechsel Zeit. Lagern Sie Textilien nicht direkt auf einem feuchten Kellerboden und vermeiden Sie Plätze neben Heizungen, Außenwänden oder schlecht belüfteten Ecken.
Kontrollieren Sie die Lagerung nach einigen Wochen kurz: Riecht die Kleidung muffig, hat sich Feuchtigkeit gebildet oder sind neue Löcher sichtbar? Dann sollten Sie die Sachen herausnehmen, vollständig trocknen lassen und den Lagerort überprüfen.
Der Wochenendplan für den Kleiderschrank
Teilen Sie die Arbeit in drei kurze Etappen:
- Samstagvormittag: Schrank leeren, Kleidung sortieren und Reparaturen markieren.
- Samstagnachmittag: Sommertextilien waschen, empfindliche Stücke pflegen und Schuhe trocknen.
- Sonntag: Alles vollständig trocken einlagern und die Herbstgarderobe nach Alltag, Arbeit und Wetter ordnen.
Legen Sie für die ersten kühlen Tage eine kleine Übergangskapsel bereit: zwei wärmende Oberteile, eine Jacke, eine lange Hose, geschlossene Schuhe und ein Accessoire für wechselhaftes Wetter. So bleibt der gesamte Schrank übersichtlich, ohne dass Sie vorsorglich jede Wintersache hervorholen müssen.
Quelle: Editorial research
Kontext und Aktionen Über diesen Artikel
Quellenprüfung Praktischer Pflegehinweis
Die Anleitung verbindet übliche Pflegehinweise für Wolle, Textilien und Schuhe mit einem übersichtlichen saisonalen Ablauf.
- Pflegeetikett vor dem Waschen prüfen
- Textilien vollständig trocknen lassen
- Wollkleidung gefaltet lagern
- Schuhe langsam bei Raumtemperatur trocknen
- Umfang
- Deutschland
- Aktualisiert
- 2026-09-15 13:15
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