2026-09-09 Aktuelle Nachrichten aus Deutschland, der Wirtschaft und der Welt.
Eine Bulldogge schnüffelt im Gras, während ein Halter daneben im Park steht.

Hundelöcher werden in Rostocks Parks zur Stolperfalle

Im Rasen des Rostocker Lindenparks sind teils große und tiefe Löcher entstanden. Sie stammen nicht von geplanten Bauarbeiten, sondern von Hunden – und können zwischen Gras und Unebenheiten leicht übersehen werden. Die Hanse- und Universitätsstadt Rostock warnt deshalb in einer Mitteilung vom 14. August 2026 vor Unfallgefahren in mehreren öffentlichen Grünanlagen.

Für Hundehalter ist die unmittelbare Konsequenz klar: Wer sein Tier auf einer öffentlichen Fläche graben lässt, sollte das Loch danach wieder vollständig verfüllen. Lässt sich der Buddeleifer nicht kontrollieren, empfiehlt die Stadt, den Hund anzuleinen.

Diese Rostocker Grünanlagen sind betroffen

Eine besonders intensive Grabtätigkeit registriert das Amt für Stadtgrün, Naturschutz und Friedhofswesen Rostock derzeit im Lindenpark in der Kröpeliner-Tor-Vorstadt. Weitere Schwerpunkte liegen im Barnstorfer Wald, vor allem rund um den Kastanienplatz, sowie im Schwanenteichpark.

Auch an den Standorten der Parkbänke im Park am Fischerdorf wurden Hundelöcher festgestellt. Damit befinden sich die Schäden gerade dort, wo Menschen sitzen, spazieren gehen oder sich auf den Grünflächen bewegen.

Selbst Spielbereiche bleiben nicht verschont. Nach Angaben der Stadt lässt sich das Problem unter anderem am Platz der Jugend im Barnstorfer Wald deutlich beobachten. Eine von der Stadt veröffentlichte Aufnahme der Fotografin Josefine Rosse dokumentiert ein solches Loch im Lindenpark.

Verdeckte Löcher gefährden Kinder und Spaziergänger

Die Löcher werden zur Stolperfalle, wenn ihre Ränder oder Vertiefungen im Gras kaum zu erkennen sind. Gefährdet sind spielende Kinder, Spaziergängerinnen und Spaziergänger sowie Menschen, die Parks zum Laufen, Trainieren oder für andere Bewegungsangebote nutzen.

Auch Beschäftigte der Grünpflege sind unmittelbar betroffen. Mitarbeitende haben sich nach Angaben der Stadt bereits an solchen Stellen verletzt und fielen anschließend längere Zeit aus. Die Gefahr besteht damit auch bei regelmäßigen Pflegearbeiten, bei denen größere Flächen bearbeitet werden und ein verborgenes Loch leicht übersehen werden kann.

Hundelöcher werden in Rostocks Parks zur Stolperfalle

Jede beschädigte Stelle verursacht außerdem zusätzliche Arbeit. Die Löcher müssen verfüllt und die betroffenen Rasen- oder Aufenthaltsflächen wiederhergestellt werden. Dafür werden Personal und finanzielle Mittel benötigt, die dann für andere Aufgaben in Rostocks Grün- und Freiräumen fehlen.

Warum Hunde überhaupt zu graben beginnen

Buddeln gehört zum natürlichen Verhalten von Hunden, allerdings ist der Drang je nach Tier unterschiedlich stark ausgeprägt. An warmen Tagen kann eine Vertiefung im Boden der Abkühlung dienen. Ausgiebiges Graben kann laut der städtischen Mitteilung ebenso darauf hindeuten, dass ein Hund Beschäftigung sucht.

Bewegung, gemeinsame Aktivitäten und Übungen, die Aufmerksamkeit und Bindung fördern, können helfen, dieses Verhalten umzulenken. Ein ausgelasteter Hund hat meist weniger Anlass, überschüssige Energie oder Stress durch Graben abzubauen. Die Stadt leitet daraus jedoch keine pauschale Bewertung einzelner Tiere ab, sondern richtet den Blick auf die Folgen in öffentlich genutzten Anlagen.

Halter sollen entstandene Schäden sofort beseitigen

Die Mitteilung nennt weder Bußgelder noch ein besonderes Meldeverfahren. Im Mittelpunkt steht die vorbeugende Verantwortung der Hundehalter: Ein entstandenes Loch sollte noch an Ort und Stelle so verfüllt werden, dass für nachfolgende Parkbesucher keine Vertiefung zurückbleibt.

Halter sollten ihren Hund besonders an Spielplätzen, Sitzbereichen und stark genutzten Wegen im Blick behalten. Beginnt das Tier zu graben, lässt sich die Gefahr am einfachsten verhindern, indem das Verhalten unterbrochen und der Hund bei Bedarf an die Leine genommen wird.

Quelle: Hanseatic and University City of Rostock News

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