Von der Redaktion Beauty in Town · 16. August 2026
Die Perseiden sind am Sonntagabend weiterhin aktiv. Wer in Deutschland einen dunklen Platz mit freier Sicht findet, kann deshalb noch Sternschnuppen entdecken – allerdings voraussichtlich deutlich weniger als rund um das jährliche Maximum. Eine Sichtung ist nicht garantiert. Vor einem Ausflug sollten Bewölkung, Niederschlag und die Zugänglichkeit des gewählten Ortes geprüft werden.
Wie realistisch sind Sternschnuppen am 16. August?
Der Meteorstrom verschwindet nicht unmittelbar nach seiner stärksten Phase. Die NASA beschreibt die Perseiden als saisonal wiederkehrende Aktivität; auch der Kalender der American Meteor Society ordnet Meteorströme über längere Aktivitätszeiträume ein.
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Für den Sonntagabend am 16. August bedeutet das: Beobachten kann sich bei klarem, dunklem Himmel noch lohnen, doch die Erwartungen sollten bescheiden bleiben. Möglich sind längere Pausen ohne sichtbaren Meteor. Wolken, Dunst, künstliches Licht und ein eingeschränkter Horizont verringern die Chancen zusätzlich.
Ein heller Meteor kann selbst unter weniger idealen Bedingungen auffallen. Schwächere Spuren werden dagegen schnell von Straßenlaternen, beleuchteten Gebäuden oder einem hellen Smartphone-Display überstrahlt. Eine feste Zahl sichtbarer Sternschnuppen lässt sich für einen einzelnen Ort und Abend daher nicht seriös versprechen.
Beobachtungszeit und Ort sinnvoll auswählen
Losgehen sollte es erst, wenn der Himmel am eigenen Standort ausreichend dunkel geworden ist. Entscheidend ist weniger eine minutengenaue Uhrzeit als eine möglichst geringe Lichtverschmutzung und eine freie Sicht über einen großen Teil des Himmels.
Geeignet sind beispielsweise öffentlich zugängliche Aussichtspunkte, Felder mit erlaubtem Zugang oder freie Landschaftsräume außerhalb heller Ortszentren. Der Platz sollte sicher erreichbar sein und nicht auf Privatgrund, in einem gesperrten Gebiet oder in einer empfindlichen Schutzzone liegen.
Vor der Abfahrt empfiehlt sich diese kurze Prüfung:

- Zeigt die lokale Vorhersage größere Wolkenlücken und keinen unmittelbar bevorstehenden Niederschlag?
- Ist der Beobachtungsplatz am Abend legal und gefahrlos zugänglich?
- Gibt es freie Sicht statt dichter Bäume, Gebäude oder heller Straßenbeleuchtung?
- Ist eine sichere Rückkehr ohne Querung unübersichtlicher Straßen oder Felder möglich?
Am Platz brauchen die Augen mindestens etwa 20 Minuten, um sich an die Dunkelheit anzupassen. Währenddessen sollten helle Displays und weißes Taschenlampenlicht ausgeschaltet bleiben. Muss das Smartphone genutzt werden, helfen die geringste Helligkeit und ein Rotfilter-Modus.
Perseus zeigt die Richtung, ist aber nicht das einzige Ziel
Die scheinbaren Flugbahnen der Perseiden lassen sich gedanklich zum Sternbild Perseus zurückverfolgen. Dieser Ursprungspunkt wird Radiant genannt. Er erklärt den Namen des Meteorstroms, muss beim Beobachten jedoch nicht dauerhaft fixiert werden.
Besser ist es, einen möglichst großen Himmelsbereich entspannt im Blick zu behalten. Meteore können weit entfernt vom Radianten sichtbar werden und dort längere Leuchtspuren zeigen. Wer Perseus nicht sicher erkennt, kann die Perseiden trotzdem beobachten.
Diese Ausrüstung reicht für den kurzen Ausflug
Ein Teleskop oder Fernglas ist nicht erforderlich. Beide Geräte begrenzen das Blickfeld und erschweren damit die Suche nach kurzen Lichtspuren. Sinnvoller sind einfache Dinge, die längeres, ruhiges Beobachten ermöglichen:
- Liegestuhl, Isomatte oder trockene Sitzunterlage
- warme Kleidung und gegebenenfalls eine Decke
- schwaches rotes Licht für die Orientierung
- geladenes Smartphone für Wetterprüfung und Notfälle
- Wasser sowie festes Schuhwerk
Nach Möglichkeit sollte der Blick nicht direkt in Richtung heller Ortschaften gehen. Wer bequem liegt oder sitzt, erfasst mehr Himmel und vermeidet eine unangenehme Haltung im Nacken.
Sicherheit, Natur und Anwohner haben Vorrang
Dunkle Orte können unebene Wege, Gräben oder schlecht erkennbare Hindernisse bergen. Der Platz sollte deshalb noch bei ausreichendem Restlicht geprüft oder nur über bekannte Wege erreicht werden. Niemals auf Fahrbahnen, Bahnanlagen oder landwirtschaftlich genutzten Flächen ohne Erlaubnis beobachten.
Lärm, starkes Licht und zurückgelassener Müll stören Tiere und Menschen. Tore bleiben geschlossen, Pflanzen werden nicht betreten und sämtliche Gegenstände wieder mitgenommen. Falls Wolken den Himmel vollständig verdecken oder der Zugang unsicher wirkt, ist der Abbruch die vernünftige Entscheidung. Vor dem Aufbruch zählt deshalb zuletzt der Blick auf die aktuelle lokale Wetterlage.
Quelle: NASA
Kontext und Aktionen Über diesen Artikel
Quellenprüfung Wissenschaftlicher Kontext
Die Hinweise beruhen auf den allgemeinen Beobachtungsempfehlungen und Aktivitätsangaben von NASA und American Meteor Society.
- Aktivitätszeitraum der Perseiden eingeordnet
- Beobachtung ohne Teleskop erklärt
- Unsicherheit einer einzelnen Sichtung deutlich gemacht
- Lokale Wetterangaben bewusst nicht pauschalisiert
- Quelle
- NASA: Perseiden
- Umfang
- Deutschland
- Aktualisiert
- 2026-08-17 17:00
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